Die Auslagerung lohnt sich für jede Betriebsgröße. Die aufgeführten Vorteile ergeben sich immer - egal wie groß das Unternehmen ist. Für Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern lässt sich eine eigene Lohnabteilung weder logisch noch finanziell vertreten. Damit Sie das aber Schwarz auf Weiß überprüfen können, haben wir Ihnen dieses Rechenbeispiel erstellt.
Für unsere Beispielrechnung legen wir für einen ausgebildeten Lohn- und Finanzbuchhalter ein Bruttogehalt von 3000,00 Euro (inkl. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) für eine 40-Stunden-Woche, also 173,33 Stunden/Monat, zu Grunde. Die Lohnnebenkosten für Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung betragen ca. 22% und für Feiertage, Urlaub und Krankheit kalkulieren wir pauschal ca. 20%. Daraus ergibt sich dann:
Bruttogehalt 3000,00 Euro
AG-Anteile SV + 660,00 Euro
Url./Feiertg./Krank + 600,00 Euro
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Gesamtkosten 4260,00 Euro
Mit den angegebenen Personalressourcen von einem Mitarbeiter lassen sich ca. 300 Lohnabrechnungen im Monat fertigen bei einem Durchschnittspreis für die Erstellung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen von 10,- € pro Mitarbeiter pro Monat. Diesen zu Grunde gelegt, ergäbe sich ein Preis von 3000,00 € in einem einzigen Monat!
Beim Outsourcing sind die Kosten um 1260,00 € im Monat geringer. Tatsächlich fallen die Einsparungen tendenziell noch höher aus - bei Betrieben mit weniger als 300 Beschäftigten ohnehin. Dabei sind bisher nur die Personalkosten berücksichtigt. Hierzu kämen jedoch noch die Kosten für den Arbeitsplatz, Soft- und Hardware, Wartungsgebühren, Miete und Strom.
Diese Berechnungen geben natürlich nur einen Trend wieder. Eine präzise Feststellung der Einsparmöglichkeiten lässt sich nur mit echten Zahlen treffen. Zudem ist ein weiteres Problem zu beachten: Es gibt in diesem Modell in dem Betrieb nur eine/n Lohnbuchhalter/in. Sollte diese/r ausfallen, wird keine Entgeltabrechnung mehr erstellt. Es entsteht zudem eine Situation, in welcher sich der Betrieb auf Grund der nicht vorhandenen personellen Redundanz in eine starke Abhängigkeit von diesem/r Mitarbeiter/in begibt. Eine solche Situation ist für jedes Unternehmen sehr gefährlich.
Fazit: Die interne Abrechnungserstellung birgt nicht nur in finanzieller Hinsicht einige Risiken in sich.